Abfallprognosen werden sowohl für übergreifende Planungen, wie z. B. für Abfallwirtschaftskonzepte auf Kreis- oder Landesebene, als auch für konkrete Planungen von Abfallbehandlungsanlagen benötigt. Durch Abfalluntersuchungen wird der Ist-Zustand der Abfallmengen und -zusammensetzungen ermittelt. Auf der Basis abgesicherter Daten zum Ist-Zustand wird die Abfallmengenentwicklung für einen festgelegten Zeitraum prognostiziert. Der Prognosezeitraum orientiert sich an der vorgesehenen Nutzungsdauer. Abfallprognosen verringern damit das Risiko von Fehlplanungen und sind ein wichtiges Instrument nachhaltiger Entwicklung in der Abfallwirtschaft.

In der Abfallwirtschaft führt ARGUS die Prognose von Abfällen nach der Methode der Prognoseszenarien durch. Hierbei wird die wissenschaftlich-empirisch begründete Vorgehensweise bei der reinen Prognose mit der Szenarientechnik verbunden. In der Szenarientechnik wird eine mögliche logische Schrittfolge von Ereignissen beschreiben, die ausgehend von einer Ausgangssituation (meistens die Gegenwart) zu einem möglichen Zustand in der Zukunft führen könnte. Es werden die relevanten Einflussfaktoren und Randbedingungen ermittelt und quantifiziert. Auf dieser Grundlage werden drei Prognoseszenarien (Minimum-, Maximum- und Nullvariante) entwickelt.

Ausgewählte Referenzen:
1.   Abfallwirtschaftskonzept Sachsen
2.   Abfalluntersuchung Berlin 2002/03
3.   Prognoseszenarien zur Entwicklung des Hausmüllaufkommens in der Bundesrepublik       Deutschland 1989
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