Abfallwirtschaftskonzepte (AWK) sind unverzichtbare Grundlage des gesamten Entscheidungs- Planungs- und Errichtungsprozesses in der kommunalen und betrieblichen Abfallwirtschaft. In AWK werden Art, Menge und Herkunftsbereich der gegenwärtig anfallenden Abfälle erfasst (Abfalluntersuchungen und Abfallbilanzen) und zukünftig zu erwartende Abfallmengen berechnet (Abfallprognosen). Aus den Zielen zur Vermeidung und Verwertung und dem Mengengerüst werden Maßnahmen zur Vermeidung, Verwertung und Behandlung nicht verwertbarer Abfälle abgeleitet und eine Beschlussvorlage vorbereitet. Für kommunale AWK spielt die Entsorgungssicherheit und die Umweltverträglichkeit der betriebenen Anlagen eine wesentliche Rolle.

Die Umsetzung von Abfallwirtschaftskonzepten erfolgt in 3 Schritten. Im ersten Schritt wird der Ist-Zustand aufgenommen. Dazu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Art, Menge, Zusammensetzung und Herkunftsbereich der Abfälle, die Entsorgungslogistik, die Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur des Entsorgungsgebietes. Im zweiten Schritt wird die Abfallmengenentwicklung in einer Abfallprognose festgelegt. Der dritte Schritt des AWK ist der konzeptionelle Teil, in dem der angestrebte abfallwirtschaftliche Soll-Zustand entworfen wird und verschiedene Varianten zum Erreichen des Soll-Zustands diskutiert werden. Darauf aufbauend erfolgt schließlich die Entscheidung für die optimale Variante.

Ausgewählte Referenzen:
1.   Abfallwirtschaftskonzept Sachsen
2.   Abfallwirtschaftskonzept Schwerin
3.   Abfallwirtschaftskonzept für eine Wohnanlage in Berlin Haselhorst
      weitere Referenzen