In der Abfallwirtschaft ist die repräsentative Probenahme heterogener Abfälle und Abfallgemische zur Beurteilung der physikalischen, chemischen und technologischen Eigenschaften bisher nicht befriedigend gelöst. Existierende Probenahmeverfahren für die Probenahme von körnigen Schüttgütern wie Erze, Kohle oder Kies sind nicht auf die heterogenen Stoffgemische in der Abfallwirtschaft anwendbar.

Bei der Beprobung von Abfällen und Abfallgemischen ist die Struktur und die Beschaffenheit der Stoffgemische von wesentlicher Bedeutung. Struktur und Beschaffenheit werden durch den Heterogenitätsgrad bestimmt. Entsprechend der Heterogenität eines Stoffgemisches wird ein detaillierter Probenahmeplan für eine repräsentative Probenahme entwickelt. Von ARGUS wurde gemeinsam mit der TU-Berlin ein neues volumenproportionales Probenahmeverfahren entwickelt, das weitgehend unabhängig von Entmischungsvorgängen ist, die hauptsächlich durch die Eigenschaften Dichte, Form, Oberfläche und Verbindungsverhältnisse der Stoffteilchen verursacht werden. ARGUS betreibt gegenwärtig die Weiterentwicklung dieses Probenahmeverfahrens, um eine standardmäßige Anwendung dieses Verfahrens in Kürze zu ermöglichen.

Ausgewählte Referenzen:
1.   Probenahme und chemisch-physikalische Abfallanalysen in Berlin 1998/99
2.   Probenahme und chemisch-physikalische Abfallanalysen in Potsdam 1998/99
3.   Probenahme und Heizwertbestimmung bei hausmüllähnlichem Gewerbeabfall 1998
      weitere Referenzen